Den Raum halten

Die interaktive Lecture-Performance Den Raum halten - Holding Space reflektiert die Rolle der Vermittlung in partizipativer Kunst. Der essayistische Text beleuchtet diese oft übersehene Sorgearbeit sowie das Spannungsfeld zwischen Rückzug, Selbstfürsorge und Verantwortung angesichts sozialer Krisen. Das Publikum ist eingeladen, kleine Gesten der Teilhabe und Selbstwahrnehmung auszuprobieren. Mithilfe von Objekten werden Aspekte wie Verbundenheit, Abgrenzung und Durchlässigkeit sinnlich erfahrbar gemacht. Zentrales Element ist der Bettbezug als Symbol für körperliche Grenzen und persönlichen Raum. Eine Textilinstallation im Fenster markiert die Trennung von Innen- und Außen in einem urbanen Umfeld.

Aufführungen: 18.05.2025 Aquarium am Südblock Berlin | 05.06.2025 UMZU Bremen | 11.07.2025 Satellit Berlin

Laden der unbezahlbaren Dinge

Das Projekt Shop of Priceless Things adaptiert das Konzept des Tante-Emma-Ladens als Treffpunkt, offenes Atelier und Veranstaltungsort in ehemaligen Ladenflächen. In Workshops und Aktionen mit interdisziplinären Künstler*innen – darunter gemeinschaftliches Malen, das Erschaffen „unbezahlbarer Dinge“ aus Gips oder das Drucken von Geld mit Sonnenenergie (Cyanotypie) – konnten Besucher*innen selbst Teil des Projekts werden. Das Programm setzte sich inhaltlich mit Fragen zur Lebensführung, zum Konsumverhalten und dem Verhältnis zu Objekten in einer kapitalistisch geprägten Welt auseinander. Dabei wurde ein großer Wert auf Nachhaltigkeit, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sowie räumliche und sprachliche Zugänglichkeit gelegt.

Das Projekt begann im Sommer 2024 in einer lokalen Galerie und wurde im Winter in einem teils leerstehenden Einkaufszentrum in Berlin-Alt-Treptow, nur wenige Blocks vom ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer entfernt, fortgesetzt.

Beteiligte Künstler*innen: Frances Breden, Cooper Lovano, Laura Braun, Ilgin Uçar, Sara Hiruth-Zewde, Henok Getachew, Lo Moran, Alisa Tretau, Renata Müller-Tiburtius, Laura Hagemann, Camille Chapon

Curated Karaoke

“Kuratiertes Karaoke“ ist ein Format welches es einem breiten Publikum ermöglicht an Kunstorten unabhängig von Talent und Bildungsbiographie selbst Teil der Show zu werden. Gemeinschaftliches Singen wird als empowernde Praxis genutzt um sich den öffentlichen Raum und die Bühne performativ anzueignen.

Aufführungsorte (Auswahl): Falscher Fisch | Galerie im Turm | Schwankhalle | Schloss Biesdorf | Martin Gropius Bau | Universität der Künste Berlin | Haus der Statistik | Museumsinsel | Projektraum Galerie M

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